ClimateCarbon

Klima-Kohle

Kohle fürs Klima

Wenn es ums Klima geht, hat Kohle keinen guten Ruf.
Das Verbrennen fossiler Kohle setzt das Treibhausgas CO2 frei, das darin seit Jahrtausenden gebunden ist.

Wir wissen: Wenn schon Holzkohle, dann wenigstens ohne Waldzerstörung und mit dem Nebenerzeugnis Ökostrom.
Wir wissen auch: Grillkohle ist nicht die beste Nutzung von Holz. Deswegen ist Holzkohle aus Holzabfällen nur eines von vielen Produkten,
das wir aus Biokohlenstoff machen können.
Denn fürs Klima ist nur gut, wenn wir

Kohlendioxid dauerhaft binden statt zu verbrennen!

Das geht mit …

Bio.

Ohne Wäldern zu schaden, verwerten wir biologische Reste aus Land- & Forstwirtschaft.

Kohle(n).

Aus Biomasse produzieren wir Biokohlenstoff, der Kohlendioxid langfristig speichert.

Stoff.

Aus unserem Biokohlenstoff werden Produkte und Materialien, die Kohlenstoff binden.

Unsere Vision?

Eine Wirtschaft, die die Lebensgrundlage aller Lebewesen verbessert, statt sie zu verschlechtern.
Mit Produkten aus Biokohlenstoff wie Terra Preta und CO2-senkenden Kunststoffen wollen wir den Klimawandel aufhalten.

Kohle kann man verbrennen – muss man aber nicht!

Von der Landwirtschaft bis zur Industrie ist Biokohlenstoff einzigartig und wertvoll für viele Bereiche. Je nach Einsatzgebiet variiert auch der Name: Man spricht von Pflanzenkohle, Biokohle oder Biochar. Aus Biokohlenstoff können verschiedene Produkte entstehen. Zum Beispiel 100% regenwaldfreie Grillkohle, die Wundererde Terra Preta oder CO2-senkende Kunst-/Baustoffe. Einige Beispiele für die Anwendung, finden Sie hier:

Aktivkohle

Aktivkohle ist in der Medizin als Carbo medicinalis bekannt. Durch mikroskopisch kleine Poren können Gase und Wasser gefiltert und gereinigt werden. Sie entfernt zum Beispiel Giftstoffe aus dem Magen-Darm-Trakt und macht sogar aus Cola (quasi) Wasser, indem sie die Farb- und Aromastoffe bindet.

Biokohlenstoff

Biokohlenstoff kann so viel: Er absorbiert Schadstoffe, findet Anwendung in Kosmetika und Pharmazeutika. Als Kohlenstoffquelle kann er in der Industrie nützen bei der Metallgewinnung, in der Produktion von Reifen, Gummi und Kunststoffen. Auch in Batterien als Energiespeicher hat er sich bewiesen.

Terra Preta

Bewohner Südamerikas nutzten Terra Preta – die schwarze Wundererde –schon vor Jahrhunderten. Die humus- und nährstoffreiche Erde sorgt für ho­he Fruchtbarkeit, bindet Nährstoffe und Mikroorganismen. Traditionell entsteht sie durch den langjährigen Eintrag von verschiedenen organischen Stoffen.

Holzkohle

Kohle kann man zum Heizen und Grillen verbrennen. Das ist nicht die klimafreundlichste Anwendung. Aber wenn Holzkohle innovativ aus Resten der Forstwirtschaft verwertet wird, tut sie Gutes: Diese Bio-Holzkohle bewahrt wertvolle Wälder, wie Regenwälder, davor als Grillkohle verheizt zu werden.

Elastomer

Ohne Dicht- und Klebeeigenschaften zu beeinträchtigen konnte ein Kegel aus Biokohlenstoff und Elas­tomeren geschaffen werden. Elastomere sind formfeste, elastische Kunst­stoffe. Sie können als Material für Reifen, Gummibänder, Dichtungsringe uvm. verwendet werden.

Biokoks

Für die Industrie ist Biokoks eine klimafreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen. Dafür werden Althölzer wie Eisenbahnschwellen, Telefonmasten etc. samt ihrer chemischen Bestandteile karbonisiert, die sonst problematisch und teuer entsorgt werden müssten.

Kunststoff

Biokohlenstoff und Biopolymer PLA lassen sich verbinden und zu kompostierbaren Produkten verarbeiten. Pflanztöpfe aus Biokohlenstoff können direkt mit eingepflanzt werden, denn sie zersetzen sich innerhalb kurzer Zeit. Der biogene Binder liefert den Pflanzen dabei zusätzlich Stickstoff.

Carbonschaum

Auch ultraleichter Schaum kann aus Buchenholz-Kohlen­stoff hergestellt werden, der als Grundlage für Dämmstoffe, Filter, Leichtbaukerne und Verpackungsmateria­lien dienen kann.

Mehr über das Potenzial der NET Materials® erfahren Sie direkt bei minus CO2.

Warum eigentlich Holzkohle?

Kohle hat einen schlechten Ruf – zu Recht! Wir finden: Es geht besser und klimafreundlicher, als mit Grillkohle,
die aktuell den Markt dominiert und Umweltkriminalität mitfinanziert.

Was viele nicht wissen

  • Ca. 1 Mio. Tonnen Holzkohle werden jährlich in der EU verbraucht.
  • Für 1 Tonne Holzkohle werden ca. 5-10 Tonnen Holz benötigt.
  • Über die Hälfte der Grillkohle auf dem europäischen Markt stammt aus Tropenwald. (Vergleich WWF Analyse 2020).

Unsere Grillkohle treibt weltweit Entwaldung voran.
Beim Grillen befeuern wir daher auch das Artensterben und die Klimaerwärmung. Schuld daran ist die Holzmafia und der intransparente Markt. Mehr über das Holzkohle-Problem lesen Sie in der Marktanalyse zu Grillkohle vom WWF und Thünen Institut (2020).

Wir wollen es richtig machen

Und zwar regional, klimafreundlich und innovativ mit Weitblick.
Kohle für & mit und nicht gegen unsere Wälder bedeutet für uns:

Wir tolerieren keinen (illegalen) Holzschlag und keine Rodung von wertvollen Wäldern für unseren Biokohlenstoff. Stattdessen verwerten wir Restholz aus Forst- und Landwirtschaft, das keine weitere Verwendung mehr hat.
Und das Beste: Unsere Herstellung von Biokohlenstoff produziert ganz nebenbei Ökostrom.

Fragen, Feedback oder Anregungen?

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!